•Die
IT-Landschaft (Datenspeicher, Mail, aber auch Spezialsoftware wie CRM, ERP, oder
BI) wird durch den Anwender nicht mehr selbst betrieben,
•sondern
von einem oder mehreren Anbietern als Dienst gemietet.
•Die
Anwendungen und Daten befinden sich nicht mehr auf dem lokalen Rechner,
•sondern
in der „Wolke des Internets“.
Wie stell
ich mir das vor?
Grob schematisch ist
der EDV-Arbeitsplatz der Zukunft mit einem heutigen Fernseher vergleichbar.
Alles, was sie am Fernseher brauchen (Bild, Ton, …) kommt von zentralen Sendern.
Der Fernseher ist „nur“ ein Darstellungs-Instrument von Informationen.
Online-Speicher statt Festplatte: Nach Firmen lagern nun auch
Privatnutzer immer öfter ihre Daten ins Netz aus
Ich kenne
niemanden in meinem Umfeld, der das schon so macht. Macht aber nichts
Fotos, Musik, eMails, wichtige und weniger wichtige Dokumente – Computer-Festplatten sind unsere
digitalen Archive. Werden die Speicher kaputt oder vernichtet, sind die Daten
meist weg und können – wenn überhaupt – nur unter großem Aufwand von
Spezialisten rekonstruiert werden. In spätestens zehn Jahren müssen sich
Computernutzer diesbezüglich aber keine Sorgen mehr machen. Denn dann sind
alle Daten in der „Internet-Wolke“ gespeichert.
Wer zusammen
mit uns, der
edvokat
(it)Dienstleistungen ein vernünftiges Sicherungs-Konzept implementiert hat,
hat auch heute schon für jeden
Schadensfall vorgesorgt.
Cloud-Computing“ ist derzeit eines der heißesten IT-Themen – Daten werden
nicht mehr (nur) auf der lokalen Festplatte abgespeichert, sondern in einem
riesigen Speicher abgelegt, den Konzerne wie Google, Amazon oder Microsoft
betreiben. Vereinfacht ausgedrückt: Anstelle auf C: werden die Daten auf W:
(wie Wolke) abgelegt und können von überall, ob von daheim, unterwegs oder im
Büro, abgerufen werden. Speicher im Laptop oder Handy sind dann sekundär.
Das ist eine
klare Beschreibung, worum es hier geht.
„Abgesehen vom Speicherplatz stellen die Anbieter auch Rechenleistung zur
Verfügung“, sagt der Österreicher Georg Gottlob, seit 2006 Professor für
Computer-Wissenschaften an der Universität Oxford. Sein Wiener Unternehmen
Lixto, eine Suchmaschine, greift auf die Ressourcen der Cloud zurück. „Für
Spezialaufgaben würden wir 150 Rechner benötigen“, so Gottlob. Da es für eine
Firma keinen wirtschaftlichen Sinn macht, für solche Ausnahmefälle eine große
Rechner-Anzahl zu kaufen, werden Cloud-Anbieter genutzt. „Das ist
Ressourcen-schonend und die Zukunft.“
Dieses
technische „Blah Blah“ (sorry) trifft für den Standard-KMU nicht zu. Also
gleich wieder vergessen.
Spätestens mit dem Start von Googles Betriebssystem „Chrome OS“ im Herbst
sollen auch Privatnutzer Daten in die Cloud schicken.
Diese Plattform sieht vor, dass nichts mehr am Computer gelagert wird.
Dieser Vorteil
sticht ALLE sonstigen Bedenken.
Speicher-Anbieter (siehe unten) gibt es bereits genug, „allerdings müssen
noch einige Anforderungen erfüllt werden“, sagt Nikolaus Forgó, Leiter des
Instituts für Rechtsinformatik an der Universität Hannover, der auch beim
EU-Forschungsprojekt zum Thema „Cloud Computing“ beteiligt ist. Kunden würden
ihre Daten nur dann auf einer Online-Festplatte ablegen, wenn die
Datenschutz- und Sicherheitskonzepte sowie die Speicherorte der Anbieter
nachvollziehbar sind. „Es muss gewährleistet sein, dass die Daten nicht an
,gefährliche‘ Staaten übermittelt werden.“ Bei Anbietern aus den USA sei
ebenfalls Vorsicht geboten, da diese weit enger mit Regierungsstellen
kooperierte
Es ist
keineswegs überraschend, dass die – in diesem Fall notwendige – Bürokratie auch
hier ihre Finger im Spiel hat.
„Zudem gibt es eine Reihe von rechtlichen Punkten, die geklärt werden
müssen“, so Forgó. „Wer hat die Verantwortung, wenn etwas schiefgeht? Wann
dürfen staatliche Behörden auf die Daten zugreifen? Wie schauen die
Datensicherheitskonzepte aus und wie sinnvoll sind Zertifizierungen?“ Ein
anderes Problem: Wollen wir von jedem Punkt dieser Welt aus Zugang zu unsere
Daten, sind nicht nur schnelle mobile Datennetze, sondern auch günstige
Datenroaming-Tarife nötig.
Der wirklich
wichtige Punkt betrifft die Kosten, die dem Einzelnen beim „Mieten“ eines
derartigen Services entstehen.
Es wird nur
wenige geben, die für diesen Technologie-Sprung tiefer in die Tasche greifen
wollen.